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Bischöfliche Hofburg in Brixen

Um das 990 wird Brixen das politische Zentrum eines kleines Fürstbistums und blieb dies bis zur Auflösung der geistlichen Herrschaften im Jahr 1802. Die Hofburg war Residenz des Bischofs und damit politischer Mittelpunkt des Herrschaftsbereich, der im ausgehenden Mittelalter nur noch aus dem Umland von Brixen, Klausen sowie Bruneck und weiteren kleineren Gebiete im Pustertal bestand. In der Endphase des Fürstbistums muss der Hofstaat geradezu operettenhafte Züge angenommen haben.
Die Hofburg betritt man durch ein Tor mit Eisenbeschlag, das noch Spuren des Bauernaufstandes von 1525 trägt. Der rechteckige Anlage geht noch auf eine Burg aus dem Jahr 1270 zurück, die den Fürstbischöfen aber bald nicht mehr genügte und spätestens in der Renaissance wurde der Ausbau zu einem Residenzschloss in Angriff genommen. Da das Geld knapp war, zog sich die Umgestaltung hin. Die Umgestaltung des Westtraktes fällt dann schon in das barocke Zeitalter.
Gerade die Mischung der einzelnen Baustile ist es auch, die den Reiz der Hofburg in Brixen ausmachen. Besonders hervorzuheben sind die Loggiengalerien, die sich über drei Ebenen hinziehen. Der erste Stock ist dabei mit 24 bronzierten Terrakotta-Statuen der Spätrenaissance von Meister Hans Reichele aus dem Schongau geschmückt. Die Räumlichkeiten der Hofburg beherbergen zwei sehenswerte Museen und sind gegen Eintritt zu besichtigen.
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